SwapQuest ist da

SwapQuest ist ein soziales Event – und ein Wettbewerb – und ein Experiment.

Es geht darum Dinge, zu tauschen und dies als Anlass zu nehmen, die Geschichten der Menschen denen wir begegnen, zu sammeln und weiter zu tragen. Aus Geschichten über Dinge werden so Geschichten über Leute.

Die Idee ist ganz einfach:

Jedes Team startet mit einem einzelnen Gegenstand, der nicht mehr als 5€ wert ist und zieht los, um Diesen gegen Irgendwas zu tauschen, von dem die Leute, die sie anquatschen, bereit sind es herzugeben. Dabei sammeln wir ganz von selbst die Geschichten dieser Leute ein; woher kommen die; wo gehen die hin, und wieso, und warum zum Teufel haben die so komisches Zeug in ihren Taschen? Je öfter wir tauschen, um so mehr wird die Vorgeschichte des Tauschobjekts zu seinem Wert; und auf einmal tauschen wir keine Dinge mehr sondern Stories. Am Schluss treffen wir uns alle wieder bei Musik, Essen, Trinken und zeigen unsere Beute, erzählen Geschichten und – falls wir uns einig sind, wer die Ehre verdient – krönen unsere Swapkings and Queens des Tages. Als Preis gibt es die Tauschobjekte der anderen Gruppen; wenn wir uns nicht einig werden, gewinnen wir einfach alle und trinken noch einen Caipi.

Ablauf

Step 1: Gruppenfindung
Wir treffen uns auf einem Flohmarkt – wahrscheinlich am Mauerpark – und bilden Gruppen von 3-5 Leuten. Möglichst so, dass nicht 5 maulfaule Misanthropen in der einen und 5 hyperoptimistische Rampensäue in der anderen Gruppe sitzen. Manche kommen vielleicht schon als Gruppe, andere finden sich vor Ort – notfalls machen wir was mit Zettelchen und einem Hut.

Step 2: Erstausstattung
Jede Gruppe hat 30 min. Zeit auf dem Flohmarkt etwas zu kaufen, dass nicht mehr als 5€ kostet – wir sind alle ehrlich, oder?

Step 3: Bestandsaufnahme
Wir treffen uns wieder und zeigen erst mal womit es losgeht – spätestens hier sollten wir anfangen die Sache zu dokumentieren.

Step 4: Tauschen
Jetzt geht die eigentliche Tauscherei los, die Gruppen ziehen los und fragen fremde Menschen, ob sie irgendwas dabei haben, dass sie gegen den grade gekauften Gegenstand tauschen würden -am Besten natürlich mit einer zumindest gefühlten Wertsteigerung. Letztendlich ist das der Anlass, die Leute auszufragen und sich anzuschauen was sie so in den Taschen haben.
Beispielsweise könnte man, ein grade besorgtes T-Shirt gegen eine kaputte Rayban tauschen, und von dessen ehemaligem Besitzer erfahren, dass die Welt jetzt doch schon nächsten Dienstag untergeht und nicht erst 2012 – den bitte nur zur Party mitbringen, wenn er nicht zu gruslig ist, es könnten ja Kinder da sein.

Erzählt den Leuten den Namen swapquest, damit sie wissen, wo sie die restlichen Geschichten finden, evtl. werd ich auch Karten oder Flyer produzieren.
Wenn Ihr glaubt, schon das ultimative Tauschobjekt in Euren Händen zu halten (den Schlüssel zu einem 1957 Jaguar E-Type oder eine Einladung in Christina Aguileras/Johnny Depps Hotelzimmer für die ganze Truppe): lehnt Euch zurück, trinkt schon mal einen und wartet auf Eure Krönung – aber seid Euch nicht zu sicher…

Step 5: Party
Wir treffen uns wieder auf einem netten Hinterhof, sammeln Bilder und sonstige Medien ein, die wir auf einem Beamer zeigen können, und fangen an zu feiern. Ich organisiere Essen und Trinken zum Selbstkostenpreis. Drängt sich ein Siegerteam auf, gibts natürlich eine feierliche Krönungszeremonie und die Gewinner sammeln Ihre Beute von den anderen Teilnehmern ein. Wenn wir uns nicht einig werden, wem die Ehre gebührt, behalten wir das Zeug einfach und versuchen es später noch mal.

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